In einem von geopolitischen und ökonomischen Turbulenzen geprägten ersten Quartal 2026 hat sich der Kurs des Audi-Konzerns solide entwickelt. Trotz des weltweit rückläufigen Automobilmarktes steigerte das Unternehmen seine Auslieferungen in Deutschland und Europa. Während die Auslieferungen batterieelektrischer Fahrzeuge auch infolge veränderter Förderbedingungen insgesamt leicht rückläufig waren, verzeichneten die Plug-in-Hybride der Marke Audi im Vorjahresvergleich ein Plus von rund 160 Prozent. Die Umsatzerlöse erreichten in den ersten drei Monaten des Jahres 14,2 Milliarden Euro, das operative Ergebnis stieg auf 588 Millionen Euro, der Netto-Cashflow lag bei 883 Millionen Euro.
„Gewissheiten der Vergangenheit wie stabile Absatzmärkte und berechenbare Rahmenbedingungen gelten nicht mehr. Die Dynamik im globalen Umfeld hat deutlich zugenommen – und belastet unser Geschäft spürbar. Unsere Ergebnisentwicklung zeigt klar, dass wir erheblichen Handlungsdruck haben. Deshalb setzen wir konsequent an unseren Kostenstrukturen an und treiben Effizienzmaßnahmen entschlossen voran“, sagt Audi CFO Jürgen Rittersberger.
Im ersten Quartal 2026 lieferte der Audi Konzern 364.877 (-6,1 Prozent) Autos der Marken Audi, Bentley und Lamborghini an Kundinnen und Kunden aus.
Anteil elektrifizierter Fahrzeuge bei 20 Prozent
Auf die Marke Audi entfielen 360.106 ausgelieferte Autos. Davon waren mehr als 30.000 Plug-
in-Hybride – ein Zuwachs von knapp 160 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die
Nachfrage nach vollelektrischen Modellen hingegen ging infolge veränderter
Förderbedingungen in den USA und China weltweit leicht auf rund 42.000 ausgelieferte
Automobile zurück. Gemeinsam mit den vollelektrischen Modellen lag der Anteil elektrifizierter
Autos an den Auslieferungen bei 20 Prozent.
Audi verfolgt entschlossen die Erneuerung seiner Modellpalette mit spezifisch auf die
Kernmärkte zugeschnittenen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Verbrennern. „In einer Welt, in
der sich die Erwartungen unserer Kunden regional immer stärker unterscheiden, zeigt sich, dass
das Geschäftsmodell ‚Weltauto‘ immer seltener trägt. Das erfordert marktspezifische
Antworten und Modelle“, sagt Audi CEO Gernot Döllner. „Mut zu neuen Partnerschaften, neuen
Entwicklungs-, Marken- und Marktansätzen ist keine Option, sondern Voraussetzung für mehr
Wettbewerbsfähigkeit.“ Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen bereits im April auf der
Auto China in Peking das zweite Modell der China-exklusiven Schwestermarke vorgestellt, den
AUDI E7X. Im Sommer folgt der neue Audi Q9 als erstes Top-SUV in der Oberklasse mit Fokus auf
Kunden in Nordamerika. Im Herbst kommt mit dem Audi A2 e-tron ein elektrischer Einsteiger für
und aus Europa. 2026 erweitert Audi sein Modellportfolio mit unterschiedlichen Antriebsarten
weltweit weiter, darunter der neue Audi Q7 und der aufgewertete Audi Q4 e-tron sowie mehrere
Fahrzeuge exklusiv für den chinesischen Markt.
Auslieferungen in Europa, Nordamerika und China
In Europa1 (exklusive Deutschland) legten die Auslieferungen im ersten Quartal 2026 zu: Audi
übergab in diesem Zeitraum 123.724 Modelle an seine Kunden – knapp 6 Prozent mehr als im
Vorjahreszeitraum. In Deutschland steigerte sich Audi mit 50.308 Auslieferungen um knapp
4 Prozent. Insbesondere bei den E-Autos konnte die Marke ihre Position im Heimatmarkt
deutlich ausbauen: 12.223 ausgelieferte Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 41 Prozent im
Vergleich zum ersten Quartal 2025.
Einen deutlichen Rückgang verzeichnete Audi in Nordamerika (ohne Mexiko). Hier lieferte die
Marke im ersten Quartal des Jahres 35.464 Fahrzeuge aus. Das Minus von 27 Prozent ist
insbesondere auf US-Zölle sowie auf den Wegfall von Förderungen für E-Autos in den USA
zurückzuführen. Derweil baut Audi sein Angebot weiter aus: Das großzügige Raumkonzept und
zahlreiche technologische Features des Audi Q9 sind auf die Bedürfnisse der Kundschaft in
Nordamerika ausgerichtet. Gemeinsam mit dem neuen Audi Q3, der im März erfolgreich in den
Markt eingeführt wurde, und dem neuen Audi Q7, der ebenfalls in diesem Jahr auf den US-Markt
kommt, verfügt Audi nach diesen Modellanläufen über das jüngste Premium-SUV-Portfolio in
den Vereinigten Staaten.
In China lieferte Audi von Januar bis März 2026 127.109 Fahrzeuge aus. Der Rückgang von
12 Prozent ist hauptsächlich auf makroökonomische Unsicherheiten, ein weiterhin
wettbewerbsintensives Marktumfeld und Modellwechsel zurückzuführen. Gleichzeitig stiegen
die Auslieferungen der vollelektrischen Modelle um knapp 28 Prozent. Mit den Partnern FAW
und SAIC setzt Audi die Produktoffensive fort: Erst vor wenigen Wochen kam der Audi A6L neu
auf den Markt. Der AUDI E7X folgt noch in der ersten Jahreshälfte 2026.
Darüber hinaus vertiefen Audi und SAIC ihre strategische Partnerschaft und gründen ein neues
AUDI Innovations- und Technologiezentrum in Shanghai.
In den Übersee- und Wachstumsmärkten nahmen die Kundinnen und Kunden knapp
24.000 Fahrzeuge entgegen, was einem Rückgang von über 6 Prozent entspricht. Dabei
beeinträchtigte unter anderem der Konflikt im Mittleren Osten die Auslieferungen lokal.
Umsatzerlöse, operatives Ergebnis, operative Umsatzrendite
Die Umsatzerlöse des Audi Konzerns beliefen sich im ersten Quartal des Jahres 2026 auf
14.178 Millionen Euro. Der Rückgang von rund 8 Prozent ist auf ein geringeres
Auslieferungsvolumen in einem stark umkämpften Marktumfeld sowie auf negative Produktmix-
Effekte zurückzuführen.
Das operative Ergebnis stieg um knapp 10 Prozent auf 588 (Q1 2025: 537) Millionen Euro, die
operative Umsatzrendite auf 4,2 (Q1 2025: 3,5) Prozent. Die Kostendisziplin und geringere
Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO₂-Regulierung wirkten sich hier positiv aus. Auch
die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen gingen zurück. Negative Effekte hatten
unter anderem die US-Zölle.
Bentley, Lamborghini und Ducati im Überblick
Die Umsatzerlöse von Bentley gingen unter anderem bedingt durch geringere Volumina,
insbesondere infolge des herausfordernden Marktumfelds in China und den USA, auf
462 (Q1 2025: 661) Millionen Euro zurück. Das operative Ergebnis war zusätzlich von US-Zöllen
und Restrukturierungsmaßnahmen belastet und lag bei -26 (Q1 2025: 71) Millionen Euro, die
operative Umsatzrendite bei -5,6 (Q1 2025: 10,7) Prozent.
Gegenüber dem starken Vorjahresquartal erzielte Lamborghini von Januar bis März 2026
Umsatzerlöse von 863 (Q1 2025: 895) Millionen Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf
200 (Q1 2025: 248) Millionen Euro, die operative Umsatzrendite betrug 23,1 (Q1 2025: 27,7)
Prozent und bewegte sich weiterhin auf einem hohen Niveau.
Die Umsatzerlöse von Ducati fielen auf 203 (Q1 2025: 246) Millionen Euro, was den hoch
kompetitiven Markt widerspiegelt. Das operative Ergebnis erreichte 7 (Q1 2025: 15) Millionen
Euro, die operative Umsatzrendite 3,5 (Q1 2025: 6,3) Prozent.
Finanzergebnis und Ergebnis nach Steuern
Das Finanzergebnis des Audi Konzerns belief sich nach den ersten drei Monaten des
Geschäftsjahres 2026 auf 174 (Q1 2025: 265) Millionen Euro. Das darin enthaltene China-
Geschäft trug 28 (Q1 2025: 170) Millionen Euro bei.
Das Ergebnis vor Steuern sank auf 763 (Q1 2025: 802) Millionen Euro, das Ergebnis nach
Steuern erreichte 559 (Q1 2025: 630) Millionen Euro.
Netto-Cashflow
Der Netto-Cashflow lag bei 883 (Q1 2025: -61) Millionen Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen
auf ein optimiertes Working Capital zurückzuführen.
Prognose für 2026
Der Audi Konzern rechnet für das Jahr 2026 unverändert mit Umsatzerlösen zwischen 63 und
68 Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite erwartet das Unternehmen im Korridor
zwischen 6 und 8 Prozent. Den Netto-Cashflow prognostiziert Audi im Bereich zwischen 3 und
4 Milliarden Euro. Der Finanzausblick für 2026 basiert auf der Zollsituation Stand Ende April.
Potenzielle Auswirkungen einer weiteren Eskalation im Mittleren Osten lassen sich derzeit nicht
zuverlässig bewerten und sind daher nicht berücksichtigt.
Weitere Informationen finden Sie im Quarterly Update und Fact Pack zum ersten Quartal 2026
Ausgewählte Kennzahlen des Audi Konzerns im Überblick
|
Q1 2026 |
Q1 2025 |
|
|
Auslieferungen Automobile Markengruppe |
364.877 |
388.756 |
|
Auslieferungen Marke Audi |
360.106 |
383.401 |
|
Umsatzerlöse in Millionen Euro |
14.178 |
15.431 |
|
Operatives Ergebnis in Millionen Euro |
588 |
537 |
|
Operative Umsatzrendite in Prozent |
4,2 |
3,5 |
|
Netto-Cashflow in Millionen Euro |
883 |
-61 |
|
Finanzergebnis in Millionen Euro |
174 |
265 |
|
Ergebnis vor Steuern in Millionen Euro |
763 |
802 |
|
Ergebnis nach Steuern in Millionen Euro |
559 |
630 |
|
Auslieferungen Marke Audi2 |
Q1 2026 |
Q1 2025 |
|
Welt |
360.106 |
383.401 |
|
Europa (exkl. Deutschland) |
123.724 |
116.815 |
|
Deutschland |
50.308 |
48.447 |
|
Nordamerika (exkl. Mexiko) |
35.464 |
48.599 |
|
China (inkl. Hongkong) |
127.109 |
144.471 |
|
Übersee und Wachstumsmärkte |
23.501 |
25.069 |
1Hinweis: Seit Q1/2026 wird eine neue Berechnungslogik angewendet, die Einfluss auf die Länderzuteilung in den Regionen Europa und den Übersee- und Wachstumsmärkten hat.
2Hinweis: Seit Q1/2026 wird eine neue Berechnungslogik angewendet, die Einfluss auf die Länderzuteilung in den Regionen Europa und den Übersee- und Wachstumsmärkten hat.
Quelle: Audi AG











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